Sobald die Tage kürzer werden, ziehen in vielen Wiener Haushalten und Wohnanlagen die ersten Lichterketten ein. Ob am Balkongeländer, im Vorgarten, an der Fassade oder im gemeinschaftlichen Eingangsbereich eines Zinshauses – Weihnachtsdeko schafft Atmosphäre. Was dabei oft unterschätzt wird: Die Montage bringt eine Reihe praktischer Risiken mit sich, die sich mit etwas Sorgfalt gut vermeiden lassen.
Die häufigsten Risiken bei der Montage von Weihnachtsdeko
Das größte Risiko ist meist schlicht die Arbeitshöhe: Wer eine Leiter am Balkon oder an der Fassade aufstellt, um Lichterketten zu befestigen, unterschätzt leicht die Gefahr eines Sturzes – gerade bei winterlich glatten oder nassen Untergründen. Hinzu kommt die elektrische Sicherheit: Nicht jede Lichterkette ist für den Außenbereich geeignet, und Kabel, die durch geschlossene Fenster oder Türen geführt werden, können mit der Zeit beschädigt werden. Bei der Befestigung an der Fassade stellt sich zudem oft die Frage, ob und wie Bohrlöcher gesetzt werden dürfen – besonders bei Altbauten mit Stuck oder unter Denkmalschutz stehenden Fassaden ist hier Vorsicht geboten. Auch größere Dekoobjekte wie beleuchtete Figuren oder Girlanden sollten so befestigt sein, dass sie starkem Wind standhalten.
Worauf bei der sicheren Montage zu achten ist
- Für den Außenbereich ausschließlich Lichterketten mit passender Schutzklasse (z. B. IP44 oder höher) verwenden
- Kabel nicht über scharfe Kanten führen oder durch geschlossene Fenster und Türen quetschen
- Leiterarbeiten möglichst nicht allein durchführen, auf einem stabilen und trockenen Untergrund
- Befestigungen wählen, die keine dauerhaften Schäden an Fassade, Stuck oder Anstrich hinterlassen
- Den Abbau nach der Saison von Anfang an mit einplanen, statt die Deko über Monate hängen zu lassen
Gerade in Gemeinschaftsanlagen und kleinen Zinshäusern übernehmen häufig einzelne Bewohner:innen oder die Hausverwaltung die Initiative für eine weihnachtliche Dekoration im Eingangsbereich oder Stiegenhaus. Hier lohnt sich eine koordinierte Lösung: Statt dass jede Partei eigenständig Kabel verlegt, lässt sich die Montage – und im Jänner auch der Abbau – gebündelt und fachgerecht erledigen, ohne dass am Ende niemand mehr weiß, wer wofür zuständig war.
Wer sich die Arbeit auf der Leiter im Winter sparen möchte oder unsicher ist, wie die Deko sicher und ohne Schäden befestigt werden kann, kann die Montage auch direkt an ein Team übergeben, das ohnehin regelmäßig mit Wandmontage und kleineren Arbeiten am und im Haus zu tun hat.
Der richtige Zeitpunkt für Auf- und Abbau
Neben der Sicherheit spielt auch das Timing eine Rolle. Wird die Beleuchtung zu früh montiert, hängt sie oft schon wochenlang ungenutzt, bevor die eigentliche Adventzeit beginnt – was bei außen angebrachten Kabeln zusätzliche Wochen an Witterungsbelastung bedeutet. Wird sie zu spät angebracht, bleibt oft nur wenig Zeit, um bei schlechtem Wetter noch einen geeigneten Tag für die Montage zu finden. Ein guter Richtwert ist daher, die Arbeiten für den späten November einzuplanen und genügend Puffer für einen möglichen Schlechtwettertag einzukalkulieren. Ebenso wichtig ist der rechtzeitige Abbau nach dem Jahreswechsel, da dauerhaft im Freien verbleibende Lichterketten schneller verwittern und ihre Isolierung mit der Zeit spröde werden kann.
Auch im Innenbereich lohnt sich ein zweiter Blick: Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen sollten nicht dauerhaft überlastet werden, insbesondere wenn mehrere Lichterketten oder beleuchtete Dekoobjekte an einer einzigen Steckdose hängen. Im Zweifel ist es sicherer, die Elektroinstallation von einer fachkundigen Person prüfen zu lassen, statt improvisierte Lösungen über Wochen in Betrieb zu lassen.
Zuletzt aktualisiert: 4. August 2026
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