Ob Bücherregal, Wandregal oder TV-Halterung – in den meisten Wiener Mietwohnungen kommt man um das eine oder andere Bohrloch nicht herum. Für die meisten kleineren Vorhaben ist das auch unproblematisch. Bei schwereren Regalen, größeren TV-Halterungen oder besonderen Wandaufbauten lohnt sich aber ein genauerer Blick, bevor die Bohrmaschine angesetzt wird.
Kleinere Bohrlöcher: in der Regel normale Abnutzung
Ein paar Dübellöcher für ein Bild, ein leichtes Regal oder eine Gardinenstange gelten in Österreich üblicherweise als normale Wohnungsnutzung und müssen beim Auszug nicht zwingend aufwendig saniert werden – meist reicht es, die Löcher fachgerecht zu verspachteln. Anders sieht es aus, wenn viele oder großflächige Löcher entstehen, etwa durch eine komplette Regalwand oder mehrere schwere TV-Halterungen: Hier kann je nach Mietvertrag und Zustand der Wand beim Auszug eine Instandsetzung verlangt werden.
Worauf Sie vor der Montage achten sollten
- Wandbeschaffenheit prüfen: Vollziegel, Beton, Rigips oder Hohlblockstein benötigen jeweils unterschiedliche Dübel – die falsche Wahl kann die Tragfähigkeit gefährden, besonders bei schweren TV-Geräten oder vollen Bücherregalen
- Leitungen orten: Vor dem Bohren prüfen, ob an der geplanten Stelle Strom- oder Wasserleitungen verlaufen könnten (typische Bereiche: rund um Steckdosen und Lichtschalter, senkrecht und waagrecht davon)
- Außenfassaden meiden: Wird ein Gebäude von außen mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) gedämmt, dürfen Außenwände in der Regel nicht ohne Weiteres angebohrt werden – das betrifft vor allem Balkon- oder Terrassenwände
- Tragende Wände beachten: Bei Eingriffen in tragende Wände (z. B. große Unterkonstruktionen) kann je nach Wohnungseigentumsrecht eine Zustimmung der Eigentümergemeinschaft nötig sein
- Bei Zweifeln nachfragen: Bei größeren Vorhaben – etwa einer umfangreichen Regalwand oder einer schweren Wandhalterung – ist eine kurze Rücksprache mit Vermieter oder Hausverwaltung meist unkompliziert und schafft Klarheit
Unterschiede je nach Wohnform
In Genossenschaftswohnungen gelten teilweise strengere Hausordnungen als in klassischen Mietwohnungen, insbesondere was Eingriffe in Wände und Decken betrifft. Bei Eigentumswohnungen in einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ist meist unproblematisch, was innerhalb der eigenen vier Wände passiert – bei Eingriffen, die das gemeinschaftliche Eigentum betreffen (etwa tragende Wände oder die Fassade), kann dagegen eine Zustimmung der Eigentümergemeinschaft erforderlich sein. Ein Blick in den Mietvertrag bzw. die Hausordnung schafft hier im Zweifel schnell Klarheit.
Warum professionelle Montage bei TV-Halterungen sinnvoll ist
Gerade bei TV-Halterungen zählt neben der rechtlichen Seite auch die technische: Ein Fernseher wiegt oft mehrere Kilogramm und hängt bei ungünstiger Wandmontage mit erheblicher Hebelwirkung an wenigen Dübeln. Eine fachgerechte Montage mit der passenden Dübelwahl für die jeweilige Wand sorgt dafür, dass die Halterung dauerhaft sicher sitzt. HSG Montage & Hausbetreuung übernimmt die Wandmontage von Regalen, TV-Halterungen und Co. fachgerecht und mit Blick auf die jeweilige Wandbeschaffenheit – mehr dazu auf der Seite Möbelmontage Wien.
Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zu Ihrem Mietvertrag oder zulässigen baulichen Veränderungen wenden Sie sich an eine:n Rechtsanwalt/-anwältin, Ihre Hausverwaltung oder eine Mieterschutzorganisation.
Zuletzt aktualisiert: 4. August 2026
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